GEO-Farming
Nutzung der oberflächennahen Geothermie im Produktionsgartenbau
 
Projektthema
 
  • Geothermie
  • Speicher
  • Gebäude
  • Energieversorgung
  • Energiekonzepte
Aufgabe
 
  • Studie
  • Entwicklung
  • Forschung
  • Pilotprojekte
Förderung
 
  • Öffentliche Hand
 
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Projektdauer   11/2008 - 10/2011
     
Gesamtbudget   k. A.
     
Projektbeschreibung   Die Bereitstellung von Heizenergie stellt im Produktionsgartenbau eine zunehmende wirtschaftliche Belastung dar. Als Alternative zu der bisher überwiegenden Beheizung der Gewächshäuser auf Basis fossiler Energieträger kommt auch die oberflächennahe Geothermie in Frage. Bislang liegen dazu sehr wenige, in Deutschland nahezu keine Erfahrungen vor.

Besonders vielversprechend erscheint auf Basis erster Berechnungen eine Wärme-nutzung in der Heizperiode kombiniert mit einer sommerlichen Wärmeabfuhr aus dem Gewächshaus und Eintrag dieser Abwärme in den Untergrund. Durch diesen Kühlbetrieb im Sommer wird zum Einen der Untergrund regeneriert bzw. beladen, wodurch die Geothermieanlage, z.B. Erdwärmesonden, kleiner dimensioniert werden kann. Zum Zweiten finden die Pflanzen durch die niedrigeren Temperaturen günstigere Wachstumsbedingungen vor, wodurch deren Ertrag gesteigert werden kann.

In Stuttgart soll auf dem Versuchsgelände der Universität Hohenheim mit Hilfe einer Versuchsanlage das Energie-Einsparpotential einer erdgekoppelten Wärmepumpenanlage zur Beheizung und Kühlung eines Gewächshauses (Folienhaus) ermittelt werden. Ein Teil der Versuchsanlage wurde bereits im Rahmen der Ressourcen, über die die Staatsschule für Gartenbau und Landwirtschaft in ihrer Versuchsstation für Gartenbau an der Universität Hohenheim verfügt, errichtet. Ein weiterer Teil soll zusammen mit einem geeigneten messtechnischen Begleitprogramm im Rahmen dieses Vorhabens umgesetzt werden.
     
Auftraggeber   Wirtschaftsministerium BW
     
Partner   Staatsschule für Gartenbau und Landwirtschaft Hohenheim (SFG)
     
Ziel   Erkenntnisse über das Potential der oberflächennahen Geothermie im Produktionsgartenbau und Nachweis eines unter energetischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorteilhaften Einsatzes
     
Umsetzung  
  1. Erweiterung einer bestehenden Versuchsanlage

  2. Experimente zum geothemischen Potential

  3. Test bzw. Entwicklung geeigneter Wärmeverteilsysteme

  4. Erstellung optimierter Kulturfolgen

  5. Erstellung eines Simulationsmodells der Versuchsanlage und Kalibrierung des Modells

  6. Erarbeitung von Dimensionierungsrichtlinien
     
Ergebnisse   Der Einsatz der oberflächennahen Geothermie im Produktionsgartenbau bietet ein hohes Energieeinsparpotential. Bei geeigneten Systemkonzepten ist dabei sowohl eine hohe energetische Effizienz der Energieversorgungsanlage als auch, bedingt durch eine optimierte Klimaführung in den Gewächshäusern, eine gesteigerte Qualität auf hohem Ertragsniveau bei den Pflanzenkulturen möglich.
Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise hat das Vorhaben zum Ziel, den Nachweis eines unter energetischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorteilhaften Einsatzes der oberflächennahen Geothermie im Pro-duktionsgartenbau zu liefern.
     
 

Potentialbestimmung zur Nutzung der oberflächennahen Geothermie im Produktionsgartenbau

 

Downloads und Links

 

Kontakt
Thomas Schmidt
schmidt@solites.de